Tiergestützte Pädagogik - Labradorhündin Paula
Tiergestützte Pädagogik -Labradorhündin Paula

Corona-Virus und Schulhunde

In Zeiten des "Corona-Virus" und den damit verbundenen, erweiterten Hygienemaßnahmen an Schulen stellt sich auch die Frage nach dem Einsatz von Schulhunden und einem möglichen Übertragungsrisiko des Corona-Virus durch diese.  

 

Das Robert Koch-Institut verweist auf seiner Homepage auf das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit). Dort ist in der Handreichung "FAQ SARS-CoV-2/Covid-19: Welche Rolle spielen Haus- und Nutztiere" vom 17.12.2020 nachzulesen, dass es

[] bisher keine Hinweise darauf gibt, dass Haustiere wie Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen []. Der Kontakt gesun- der Personen zu Haustieren muss nach den derzeitig verfügbaren Informationen [] nicht eingeschränkt werden. Allerdings ist es als allgemeine Vorsichtsmaßnahme immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt (z. B. Hände gründlich mit Seife waschen).

siehe auch: www.fli.de

 

Auch wenn dem Einsatz von Hunden in der Schule aus gesundheitlicher Sicht nach Mei- nung der zuständigen Behörden nichts im Wege steht, so sollten folgende Fragen vor dem EInsatz bedacht sein:

- Wie belastend ist der Einsatz für meinen Hund in dem veränderten Schulalltag?

- Können die Einsatzbedingungen gut geplant und adäquat umgesetzt werden?

- Wie gut kommt mein Hund mit Faktoren zurecht wie z.B.

  • viele Masken tragende Menschen
  • neu strukturierte Klassenräume ohne die gewohnten Ruhezonen
  • gestresste Lehrkräfte
  • aufgeregte Kinder (evtl. in geteilten Gruppen)
  • die eigene Bezugsperson, die auch erst einmal mit dem veränderten Tagesablauf zurechtkommen muss?

Dies sind nur ein paar Aspekte, die unsere Schulhunde im veränderten Schulalltag stark belasten und negativ beeinflussen können.

Die Entscheidung zum Einsatz der Schulhunde treffen aber die jeweilige Schullei- tungen, da diese die alleinige Endverantwortung tragen.

 

"Jeder/jede Schulhundbesitzer*in muss also aufgrund der vorliegenden Sach- lage in Absprache mit der Schulleitung entscheiden, ob der Einsatz eines Hundes zum Wohle aller Beteiligten ist und die Übertragung von Corona weit- gehend ausgeschlossen werden kann.

Diese Entscheidung muss die jeweils aktuelle Pandemielage in der Region und an der Schule berücksichtigen. Einer besonderen Berücksichtigung bedürfen zudem die durch die Infektionsschutzmaßnahmen oftmals auftretenden zu- sätzlichen Stressoren für die Schulhunde."

(Lydia Agsten - Qualitätsnetzwerk Schulbegleithunde e.V.)

 

 

Auch wenn viele Kinder "ihren" Schulhund herbeisehnen: An oberster Stelle muss aber immer die Sicherheit von Kind und Hund sowie das Wohlbefinden unserer "vier-

beinigen" Kollegen stehen!!!

 

Weitere ausführliche Informationen zum "Corona-Virus" sind auf der Seite des Qualitätsnetzwekes Schulbegleithunde e.V. nachzulesen.

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© Sylke Schmidt